5 Erkenntnisse und 50Tips, die Dir helfen

Haushaltsorganisation

einzuführen

Wenn Du Dir Gedanken zu einem durchorganisierten Haushalt machst, wirst Du Dich irgendwann fragen:

Wie schaffen andere Mütter Ihren Alltag mit größerem Hausstand, noch mehr Kindern, Berufstätigkeit und Ehrenamt und schauen dann auch noch gut aus?

Das hab  ich mich vor 4 Jahren auch gefragt.

Ich knie nach dem Frühdienst im Garten, bereite Beete vor. Die Kinder spielen irgendwo verstreut. Mein Kopfkino beginnt!

In 15 Minuten fängt die Musikstunde an. Ich muss meine Tochter suchen, antreiben, zur Musikschule fahren. Den Wocheneinkauf mache. Schnell während der Musikstunde. Im Geschäft treffe ich eine  Mutter und das Gespräch kennt kein Ende…

Jetzt läuft meine Zeit und mein Hirn!  Einkauf schnell fertig machen, Kind verspätet abholen, Schnell heimdüsen –  Blitzer!

Chaos im Haushalt, weil ich für Alles zu spät bin und nichts seinen Platz hat.

Was war der Grund für Dauerstress und Chaos?

 

Die Eingabe kam mir beim endlosen Suchen von Klaviernoten in meinem Bücherschrank.

Antwort: Unbewusster Dauerstress und verstecktes Chaos

 

Ich hab immer gern einen aufgeräumten Haushalt. Fachlich, auf Grund meiner Ausbildung,  kenn ich mich mit Hauswirtschaft gut aus und führte lang genug einen eigenen Haushalt.

Die  Wohnung war zwar aufgeräumt, trotzdem hatte ich weder Plan noch Übersicht. Ich hatte keine Übersicht. Ich musste ständig suchen. Ich hatte schon eine Ordnung, aber nicht die Übersicht und die Klarheit, die ich gern wollte.

 

 

 

Weil ich meinen Haushalt leichter machen wollte, hab ich meine Gewohnheiten angeschaut. Ich hab Gewohnheiten geändert. Mittlerweile geben mir diese Routineabläufe den nötigen Halt für gutes Zusammenleben.

 

Hier zeig ich Dir die 5 Erkenntnisse und 50Tipps, für Gelassenheit und Überblick:

1. Mit Grundordnung hast Du den Überblick

Grundordnung schön und gut. Mit angeblich 10 000 Sachen, die wir (jeder einzelne) mittlerweile besitzen.

„Erst mal wissen wo ich anfangen soll…“ das fragen mich  meine Kursteilnehmer. Der schnellste Weg geht über persönliche Begleitung, weil zu 2. alles einfacher wird. Bücher, Kurse und das häppchenweise Umsetzen bringen Dir dann etappenweise Grundordnung.

Wenn wir nämlich eine Grundordnung haben, müssen wir nicht ständig suchen. Dann hat alles seinen Patz. Jeder weiß wo das Ding ist und noch besser, wohin es gehört, wenn wir es grad nicht brauchen.

„Mama! Wo sind meine Schuhe? Liebling wo ist mein Schlüssel?“

„Maammaaaa!“ fühlst Du dieses Wort?

Da war die Idee: Erleichtere Deinen Haushalt! Mach ihn einfacher.

Ich kann mittlerweile bequem vom Küchentisch aus erklären, wo Gegenstände zu finden sind bzw. wohin sie wieder zurückgestellt werden müssen.

Jedes Familienmitglied findet seine Sachen. Streit hat sich definitiv reduziert.

Mein Organisationsablauf für eine Kramschublade in meiner Küche

  1. Termin für Ordnung der  Kramschublade setzen
  2. Zeitfenster für die Ordnung planen
  3. Check für gute Arbeitsbedingung durchgehen ( Persönliche positive Einstellung, Ruhe ohne Ablenkungen, Gelüftetes Raumklima, Passende  Arbeitsmaterialien, Fokus auf Ordnung der Schublade, Sortierboxen, Müllabwurf)
  4. Foto vom „Vorher-Zustand“ der Schublade machen
  5. Anhand des Fotos hast Du mehr Abstand und erkennst die Notwendigkeit der Ordnung (mehr Motivation)
  6. Auf der freien Arbeitsfläche über oder neben der Schublade stelle ich diverse kleine Schachteln  für Sortierung auf.
  7. Schubladeninhalt sortenrein in die verschiedenen Boxen sortieren
  8. Kaputtes kommt in den Müll oder die Schachtel für Wertstoffentsorgung
  9. Dinge die in andere Schubladen oder Schränke gehören, werden in eine eigene Box zusammengefasst und zu einem späteren Zeitpunkt verteilt.
  10. Nach dem Reinigen der Schublade, werden die Gegenstände sortiert und gereinigt in kleine Abteilungen in die Schublade zurückgestellt. Perfekt.

 

 

 

2. Morgenstund hat Gold im Mund.

Für mich war  Schlaf die schönste und wichtigste Erholung. Das ist er immer noch.

Trick: Vor 5 Jahren hab ich  meinen Tagesrythmus geändert. Ich steh 1 Stunde früher auf und der Tag läuft.Dafür geh ich abends regelmäßig eine Stunde früher zu Bett.

Irgendwann wacht Dein Körper automatisch auf. So wie der Bauer ohne Wecker sein Tagwerk beginnen kann, so kann unser Körper das auch lernen.

Die einzige Hürde ist der Schritt aus dem Bett, danach bekommst Du Deine Zeit und Routine. Ich könnte nicht mehr ohne.

Mein Morgenablauf:

  1. Nach dem Weckerpieps recken und strecken
  2. Aufstehen (das ist die einzige unangenehme Hürde) und ins Bad gehen
  3. Bequeme Kleidung anziehen
  4. Zähne gemütlich putzen
  5. Gesicht in Ruhe waschen
  6. 1/2 Stunde entspannende Morgengymnastik
  7.  5 Minuten Meditation
  8. Dankbarkeitssätze ins Tagebuch schreiben
  9. Tagesplan durchgehen
  10. Frühstück richten für die Familie und gemeinsam in Ruhe frühstücken

 

3. Mach Dir einen Wochenplan

Wochenplan? Warum? Das braucht man nur im Büro.

Mein Mann hat immer einen, weil er sonst seine Aufträge vergisst. Ich dachte ich brauch das nicht. Mein Kalender ist eh immer voller Termine!!!

Weit gefehlt: Ohne vorgeplanten Wochenplan wird es chaotisch.
Ohne Wochenplan:1000 Termine, Abrackern, Nie fertig werden, Immer voller Terminkalender, Keine Pausen… Du läufst der Zeit hinterher! Ohne Wochenplan bist Du der Sklave Deiner Termine.

Wie ich meine Woche plane:

  1. Am Wochenende 1/2 Stunde Zeit für Planung nehmen (gern am Samstag Spätnachmittag)
  2. Planungsbedarf: Ruhiger Platz, 1 Tasse Tee, keine Ablenkung, Kalender mit Terminen, Lieblingskulli und Wochenplaner
  3. Sieben Tage mit Kalender-Terminen füllen
  4. Wochenfokus festlegen z.B.: Küchenorganisation
  5. Zeitbedarf feststellen
  6. Küchenorganisation in Teiletappen unterteilen für 5 Werktage z.B. Vorratsschrank, Kühlschrank, Müllinsel unter der Spüle, Kramschublade, Backofen (Tip: Weniger Vornehmen, mehr schaffen!)
  7. Küchenetappen auf 5 Werktage in Wochenplaner eintragen
  8. Speiseplan für 5 Tage grob vorplanen (der Rest ergibt sich im Verlauf der Woche)
  9. Die einzelnen Tage plane ich am Vorabend kleinteiliger
  10. Wichtig: Pausezeiten an einzelnen Tagen  planen und machen. Das gleicht Deine Arbeit gut aus, weil wir Menschen sind und keine Maschinen.

4. Nein! sagen

Das kannst Du trainieren wie Joggen. Das Problem, wenn wir nicht Nein sagen, werden unsere Aufgaben ungeplant immer mehr! Hier einen Kuchen backen, da eine Taxifahrt, dort ein überlanger Ratsch…..so wirst Du zum Spielball für andere Menschen, die damit Deinen Tag verplanen.

Was mir gut tut: Nicht mehr sofort und überall Ja sagen. Damit kann ich meinen geplanten Tagesablauf weitgehend selbst bestimmen. Stress ahoi.

Nein! Ohne Wenn und Aber. Punkt. Erstaunt? – Genau, das ist es. Wir staunen darüber, dass es auch geht, wenn wir nicht t überall „HIER“ schreien.

Arbeit ist Arbeit und das Tempo muss nicht Vollzeit auf Teilzeit eingedampft sein. Frisch kochen ja, aber auch mal einfach.Nudeln. Fertig.

Ja es gibt im Sommer auch ein Radl. Du musst nicht jede Taxifahrt übernehmen.

Nein. Die Wohnung ist schön. Wenn Du eine Grundordnung hast, ist Deine Wohnung perfekt und pflegeleicht und braucht keine Porentiefe Reinigung. Besuch kann immer kommen.

10 Geschenke, die Du beim NEIN-Sagen bekommst:

  1. Freizeit und Pausen, weil Du nicht die ganze Welt retten musst- nur Dich!
  2. Bildungszeit
  3. Streitersparnis, weil Du klar bist und echt.
  4. Langfristigen Respekt statt kurzfristiger Beliebtheit
  5. Persönlicher Willenskraft statt Manipulation durch andere Personen oder Gegenstände
  6. Selbstbewußtsein und Standhaftigkeit statt ungesundes Verbiegen
  7. Freie Lebenseinteilung statt Versklavung
  8. Wunderschöne Erlebnisse statt halbangenehmer Verpflichtungen
  9. Persönlichkeitsentwicklung statt „Fähnchen im Wind“
  10. Chef statt Opfer

 

5. Zeit messen – Du brauchst immer mehr, als Du planst

Kennst Du diese ewigen Listen, die Du Dir täglich anlegst um alle Aufgaben zu erledigen. Sie wird immer länger, statt kürzer.

Seit ich mit der Stoppuhr die Zeit nehme, wieviel Zeit ich wirklich für meine Tagesabläufe brauche, bin ich demütiger. Ich brauchte viel mehr Zeit, als der Tag Stunden hat. Ich habe immer zu eng geplant. Zuviel Aufgaben in zu wenig Zeit gestopft. Das geht schon mal gut. Auf Dauer ist es nicht auszuhalten. Der Zeit hinterherlaufen macht Dich fertig.
Interessanter Versuch: Nimm Dir morgen ein Blatt Papier und schreib alle 30min drauf, was Du gerade machst. Ohne Druck. Egal, ob Du putzt, kochst, isst, arbeitest, liest…

Meine Erfahrung: Wir brauchen für jede Aufgabe mehr Zeit als geplant
Du wirst überrascht sein, was Du alles tust und wieviel Zeit Du dafür brauchst. -Du brauchst immer mehr Zeit, als Du planst. Wenn Du das weißt, kannst Du anders planen. Mehr für Dich.

Meine 10 Zeitplaner-Tips:

  1. Plane schriftlich Deine Woche
  2.  Plane schriftlich Deinen Tag
  3. Plane Aufgabe 1 für Deinen Tag
  4. Wähle Zeitfenster und stell Dir einen Wecker
  5. Plane 10Minuten-Pausen zwischen Deinen Arbeits-Stunden und halte sie ein.
  6. Während Deiner Aufgabe 1 läßt Du Dich nicht ablenken (Kein Handy, Kein Telefon, Kein E-Mail) im richtigen Notfall wirst Du Dauerangerufen. Das ist mir in 45 Jahren einmal passiert. Nicht jede Whatsapp-Nachricht ist ein Notfall.
  7. Verplane nur 60% von Deinem Tag, dann hast Du genügend Pufferzeiten ohne Stress
  8. Laß den Sonntag frei fließen ohne Plan. „Am 7. Tag sollst Du ruhen“ so steht´s schon in der Bibel. Dein Körper und Geist wird es Dir danken.
  9. Reflektiere abends Deinen Tag und Deine Planung um Deine Zeitplanung besser einschätzen zu lernen
  10. Nimm  ein Armbanduhr. Effektiv, chic und ohne Ablenkung durch Handynachrichten.

Zusammenfassung:

  1. Mit Grundordnung kannst Du alles finden, musst nichts suchen hast Überblick. Entspannung pur.
  2. Wer etwas im Leben erreichen will, muss früher aufstehen.
  3. Eine schriftliche Wochenplanung ist Dein bester Mitarbeiter.
  4. Topp oder Hopp. Ja oder Nein. Alles andere ist lau und kostet Nerven, Zeit und Gesundheit.
  5. Wir brauchen nicht mehr Zeit, sonder eine bessere Einteilung.

Wenn ich Dir  mit effektiver Hausorganisation helfen kann, weil es zu Zweit einfach am leichtesten geht. Dann melde Dich unverbindlich für ein Telefonat an.

Schreib mir Dein Anliegen und ich melde mich bei Dir.